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Pressemitteilung vom 02.05.2014

Präsentation Materialkoffer Zwangsarbeit

Am 12.06. um 10 Uhr werden im Geschichtsspeicher des Museums Neukölln Materialien zum Thema Zwangsarbeit für die Projektarbeit in Schulen und Jugendgruppen präsentiert. Der Koffer bietet originale Objekte, wie bspw. Grabungsfunde, z.B. so genannte Ost-Aufnäher und Bildmaterial für die Vermittlung des Themas Zwangsarbeit in 1,5 Stunden oder als Projekttag/-woche. Info- und Fragekarten geben den Schülern den inhaltlichen Rahmen für die Benutzung der Objekte. Ein umfangreiches Begleitheft ermöglicht den begleitenden Pädagog_innen die Koordination des Projektes und bietet zahlreiche Anregungen für die Erweiterung des Koffers.

"Das war eigentlich die Hölle", so Kazimiera Kosonowska in einem Interview mit der Berliner Geschichtswerkstatt 2005.  Sie sprach von ihren Lebensumständen als Zwangsarbeiterin in Deutschland während des Nationalsozialismus. In Berlin gab es damals über 3000 Lagerstandorte für Menschen verschiedener Nationen, die zur Arbeit in Deutschland gezwungen wurden. Ein Barackenlager stand in Berlin-Rudow, unweit des Firmensitzes der Eternit AG. Auf dem Gelände des Zwangsarbeiterlagers soll in den kommenden Jahren ein Neubau für die Clay-Oberschule entstehen. Die Schule musste 1990 in Containern untergebracht werden, da an dem alten Standort Asbest entdeckt worden war und das Schulhaus geschlossen werden musste.

Der Standort des Lagers als Schulstandort bot den Anstoß für ein Projektangebot der 10. Klasse der Clay-Oberschule. Im Januar durften die Schüler_innen eine Woche lang besichtigen, forschen und aufarbeiten, was auf dem Gelände für ihre neue Schule früher geschah. Aufgerufen zu dem Projekt hatte der Verein Denk mal an Berlin e.V., der sich seit 2003 für die Jugendarbeit engagiert. Aus den Projektmitteln für das Jugendprojekt "werkstatt denkmal" sollte ein Materialkoffer entstehen, der auch über die Laufzeit der regulär durchgeführten Projektwochen hinaus Bestand hat und von allen Pädagog_innen oder interessierten Jugendgruppen in Berlin ausgeliehen werden kann.

Mareen Maaß und Corinna Tell als Projektinitiatoren erprobten und evaluierten ihre konzeptionellen Ideen und Exponate für den Koffer mit den Schüler_innen. Die Ergebnisse wurden in die Umsetzung des Materialkoffers einbezogen. Nun ist der Koffer in dreifacher Ausführung fertig gestellt und kann künftig bei Denk mal an Berlin e.V., im Dokumentationszentrum Zwangsarbeit und im Museum Neukölln ausgeliehen werden.

Der Verein Denk mal an Berlin e.V. lädt Sie am 12. Juni 2014 zur ersten öffentlichen Präsentation und Übergabe des Materialkoffers ein. Kulturstadträtin Frau Dr. Giffey und Museumsleiter Herr Dr. Gößwald werden anwesend sein.

Vorstellung Materialkoffer Zwangsarbeit
Datum:  12. Juni 2014
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort:        Museum Neukölln, Alt Britz 81, 12359 Berlin

Kooperationspartner:

  • Denk mal an Berlin e.V.
  • Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Schönweide
  • Museum Neukölln
  • Forum Erinnerungskultur der Evangelischen Kirche Berlin

Finanzierung:

  • Aktion Mensch
  • Friede-Springer-Stiftung
  • Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin

Denk mal an Berlin e.V.
Verein zur Förderung der Denkmalpflege

Geschäftsstelle
Kantstraße 106
10627 Berlin

Susanna Poldauf (Geschäftsführerin)
Gwendolyn Mertz (Geschäftsführerin)
Tel. 030-45 08 77 -17 oder -18
(Montag - Freitag, 10 - 16 Uhr) 

mail@denk-mal-an-berlin.de

Bankverbindung:

Deutsche Kreditbank AG
IBAN: DE85 1203 0000 0010 4347 36
BIC: BYLADEM1001
Steuernummer 27/ 663/ 58221

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