Broschüre als PDF
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die dieses Jahr ihr 40. Jubiläum feiern konnte, rief wieder zum Tag des offenen Denkmals auf. "WERT-voll – Denkmale als Teil unserer Geschichte und Identität" lautete das bundesweite Motto, das das Landesdenkmalamt Berlin auf "Denkmalpflege. MehrWert für Berlin" anpasste. Unser Verein beteiligte sich wieder wie schon die 21 Jahre vorher mit "werkstatt denkmal". Das ist eine bewährtes Projekt der Zusammenarbeit zwischen den bezirklichen Museen und unserem Verein. Die Museen wiederum suchen sich Schulklassen, mit denen sie zu einem Denkmal eine Workshopwoche veranstalten. Am Tag des offenen Denkmals stellen dann die Kinder und Jugendlichen selbst ihre Ergebnisse vor - immer überraschend frisch, begeistert und mit viel persönlichem Engagement.
So auch in diesem Jahr. In der Begleitbroschüre, die hier anzuklicken ist, sind die vier diesmal beteiligten Bezirke mit der Geschichte ausgesuchter Denkmale in Reinickendorf, Neukölln, Friedrichshain und Tempelhof dargestellt. Fotos und Kommentare der beteiligten Kinder und Jugendlichen spiegeln die intensive Auseinandersetzung mit den durchaus anspruchsvollen Themen wider. Und die hatten es in sich! So ging es etwa in Neukölln um die koloniale Vergangenheit des Deutschen Reiches im heutigen Namibia, in Tempelhof um Folterkeller der SA 1933. Spannend ist auch zu sehen, wie Kinder und Jugendliche sich dem Thema Denkmalschutz annähern, was ja meist recht weit entfernt von ihrem Alltag erscheint. So sagt Carlo (15): "Also ich finde, ein Denkmal erinnert immer an etwas, an ein Ereignis oder an eine Persönlichkeit. Eigentlich finde ich es immer positiv, ein Denkmal zu haben." Und Mertcan (17) meint: "Die Menschheit sollte wissen, was hier passiert ist und was hier geschehen ist. Deswegen halte ich dieses Denkmal für wichtig." Immer wieder wurde berichtet, dass man viel Neues gehört und gesehen hätte und dass wichtig war, selbst etwas gestaltet und in der Gruppe gemacht zu haben.
Eindrücke aus den Workshops und der Präsentation der Ergebnisse vermitteln auch die Filme auf unserem youtube-Kanal: https://www.youtube.com/user/denkmalanberlin
Die Organisation des Gesamtprojektes übernahmen Esther Stenkamp, Mariia Liublianska und Ernst Siebel, Fotos und Videos stammen von Thomas Knoll und das Layout für die Broschüre und Plakate machte in bewährter Weise Gudrun Ohle - herzlichen Dank für Eure wieder tolle Arbeit!
Zu danken haben wir auch unseren Finanzpartnern, ohne die die Projekte nicht hätten durchgeführt werden können - dem Landesdenkmalamt Berlin, der Stiftung Berliner Sparkasse und der Stiftung Pfefferberg. Ihnen allen einen Herzlichen Dank!
Und nun viel Spaß beim Blättern!