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Kommende Veranstaltungen

Datum: 13.03.2026 15:00 - 16:30 Termin exportieren
Elisabeth Ziemer
/ Kategorien: Ausblick

Die Hohenzollerngruft - fertiggestellt

Seit 2020 war die bedeutendste deutsche dynastische Grablege im Berliner Dom wegen der beginnenden Sanierung gesperrt. In Europa gibt es noch drei weitere kaiserlich/königliche Grablegen, die von besonderer Bedeutung sind: Die der österreichischen Krone in der Wiener Kapuzinergruft, die der spanischen Könige in der Kloster- und Schloßanlage des Escorial, 50 km entfernt von Madrid, die seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und die der fränkischen Könige in der Pariser Kirche von St. Denis.

So alt wie diese drei ist der Berliner Dom zwar längst nicht (1894-1905 von Julius Raschdorf gebaut), aber die über 90 Särge der Hohenzollern, die jetzt wieder ihren Platz in der Gruft gefunden haben, datieren z.T. aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Der älteste Sarg wäre eigentlich der von Kurfürst Johann Cicero (1455-1499) gewesen, stammte also aus der Zeit, in der Brandenburg noch von Kurfürsten, statt von Königen regiert wurde. Allerdings ging sein Sarg verloren, als Friedrich der Große 1747-1750 einen Domneubau an jetziger Stelle errichten und die Särge der Hohenzollern, die bis dato an anderer Stelle in einem Vorgängerbau von 1536 standen (der abgerissen wurde) überführen ließ. Ein Kenotaph, ein sogenanntes Tischgrab, d.h. ein Grab ohne Gebeine, wurde 1530 für Johann Cicero als Denkmal vom berühmten Bildgießer Hans Vischer erschaffen und befindet sich heute ebenfalls im Dom. Die jetzt wieder aufgestellten Särge haben also schon so manche andere Gruft kennengelernt, in manch anderer Kirche gestanden, deren letzte auch noch 1944 über ihnen zusammenbrach, als die brennende Laterne der Domkuppel ins Innere stürzte und in die Gruft durchschlug.

Bei der Sanierung wurde nun nicht nur das Mauerwerk saniert, sondern endlich eine Klimaanlage eingebaut, die die z.T. mit Textilien bespannten und aus Holz bestehenden Särge vor Schimmel- und Insektenbefall schützt. Denn es drang nicht nur von außen Feuchtigkeit ins Mauerwerk ein, es brachten auch die jährlich ca. 720.000 Besucher entsprechend Feuchtigkeit mit. Für sie wird es nun erstmals einen bequemeren Zugang geben, für körperlich beeinträchtigte Menschen zudem einen Aufzug, der die große Treppenanlage umgeht. Neu wird auch der Informationsbereich sein, in dem Auskunft über die einzelnen hier Bestatteten gegeben wird, Filme gezeigt werden, wertvolle Grabbeigaben ausgestellt sind und überhaupt die Geschichte der Grablege und der Hohenzollern-Familie dargestellt ist.

Die neue Beleuchtung akzentuiert die Raumarchitektur und macht sichtbar, was bisher eher erahnbar war - die z.T. wunderbaren Details an den Särgen, seien es bestickte Textilien, Vergoldungen, Reliefs oder Applikationen.

Seit sechs Jahren ist Dombaumeisterin Sonja Tubbesing in diesem Amt und hat über all diese Jahre die grundlegenden Sanierungs- und Umbauarbeiten am Dom und speziell in der Hohenzollerngruft geleitet. Wir sind ihr sehr dankbar, daß wir die Möglichkeit bekommen, in einer Führung von ihr aus erster Hand zu erfahren, welchen Herausforderungen sie begegnete und was die rundum erneuerte Hohenzollerngruft heute den Besucherinnen und Besuchern bietet.

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Ort: Berliner Dom, Am Lustgarten, 10178 Berlin

Zeit: Freitag, 13. März, 15 Uhr

Für Mitglieder 20 €, für Gäste 30 €

Bitte unbedingt anmelden, es sind nur 25 Personen zugelassen!

Anmeldung: mail@denk-mal-an-berlin.de oder Tel.: 030/45 08 77 17

 

 

 

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Denk mal an Berlin e.V.
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Kantstraße 106
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Kristin Lanzke-Tümler

Dr. Ernst Siebel

Tel. 030-45 08 77 17
(Dienstag 10 - 16 Uhr) 

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