Narva - Von der Lampenstadt zur Oberbaum City
Die Erfindung der Glühlampe durch den Österreicher Carl Auer und seine Anmeldung der Marke Osram beim Berliner Patentamt 1906 eröffnete einem Industriezweig der Elektroindustrie ungeahnte Wachstumsaussichten. In Berlin schlug sich das weltweit nachgefragte Produkt in stetig wachsenden Fabrikanlagen an der Warschauer Brücke nieder. International war Osram schon vor dem 1. Weltkrieg tätig, vergrösserte seine Marktmacht nach 1919 noch durch die Fusion mit Simon & Halske und der AEG. Die sich ausbreitenden Fabrikanlagen zeigt ein Foto des Bundesarchivs von 1930.
Auch nach 1945 und der Übernahme des Geländes durch die DDR konzentrierte sich hier die Glühlampenfabrikation der DDR, die inzwischen weit mehr als die normale Glühlampe umfasste. 1949 entstand der VEB Berliner Glühlampenwerk Rosa Luxemburg, ab 1969 dann Narva mit insgesamt 5000 Beschäftigten.
1992 wurde die Glühlampenfabrikation hier eingestellt, der gesamte Bereich unter Denkmalschutz gestellt und das Dienstleistungszentrum Oberbaum City entwickelt.
Unser Mitglied Frau Linz wird durch das Gelände führen und seine vielschichtige Entwicklung bis heute thematisieren.
Termin: Freitag, 19. Juni um 15 Uhr, bitte etwas früher da sein!
Treffpunkt: U-Bhf Warschauer Strasse, Gleis - das ist von den Gleisen 1+2 zugänglich und befindet sich ausserhalb der Halle
Bitte anmelden: mail@denk-mal-an-berlin. de oder Tel.: 030/ 45 08 77 17
Kosten: Für Mitglieder kostenlos, von Gästen erbitten wir 15 €
Foto 1: Warschauer Brücke 1930, im Hintergund Osram, Bundesarchiv, Wikipedia
Foto 2: Oberbaum City 2012, euroluftbild.de/Robert Grahn, Wikipedia
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