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ⓒ Thomas Knoll

Grabstätte von August-Wilhelm Iffland

Die Grabstätte des großen Schauspielers, Regisseurs, Theaterautors und Intendanten August Wilhelm Iffland (1759-1814) befindet sich auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in Kreuzberg. Dieser Friedhof wurde 1796 angelegt und gehört zu den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor. Die gesamte Anlage besteht seit 1735 und ist damit die Älteste Friedhofsanlage, auf der auch heute noch bestattet wird.

August Wilhelm Iffland wurde 1759 in Hannover geboren. Sein Durchbruch als Schauspieler war der sensationelle Erfolg der Erstaufführung von Friedrich Schillers "Die Räuber" 1782 in Mannheim, in denen er den Franz Moor spielte. 1796 holte ihn Friedrich Wilhelm II. als Direktor an das Königliche Nationaltheater in Berlin. Seine kunstvollen bis ins Detail berechneten Darstellungen, zeichneten sein Schauspiel aus und machten ihn zu einem der bedeutendsten deutschen Schauspieler seiner Zeit. Er schrieb aber auch selbst Stücke für das Theater, verfasste eine zweibändige "Theorie der Schauspielkunst" (Berlin 1815) und veröffentlichte autobiographische Notizen in "Meine theatralische Laufbahn" (Leipzig 1798). Iffland starb im September 1814 in Berlin. Sein dramaturgisches und administratives Archiv liegt in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Link: https://iffland.bbaw.de

Sanierung 2010

An der Grabstätte Ifflands waren Stein- und Metallrestaurierungsarbeiten sowie eine gärtnerische Neugestaltung notwendig. Grabgitter und -tür mussten instand gesetzt werden, die Sandsteinpfeiler gereinigt und Risse in den Fundamenten der Einfriedung geschlossen werden. Die Schrifttafel erhielt vier Bronzerosetten und die Vorder- und Rückseite der Grabwand wurden ausgebessert.

Hans-Jürgen Schatz, Schauspieler, am 22. September 2010 zur gelungenen Sanierung:

Von links: Schatz, v. Specht, v. Krosigk, Schmitz, Dailidow-Gock

"Als Kuratoriumsmitglied des Berliner Vereins Denk mal an Berlin e.V. setze ich mich mit Nachdruck für Orte in Berlin ein, die sich in teils traurigem Zustand befinden. Dazu gehören leider auch die historischen Friedhöfe meiner Heimatstadt. Diese Friedhofslandschaft ist nicht nur das „Gedächtnis unserer Stadt“, sie ist auch Spiegelbild eines bedeutenden Teils des Geisteslebens im Berlin des 18. und 19. Jahrhunderts. Hier liegen neben anderen Felix Mendelssohn Bartholdy, E.T.A. Hoffmann, Adalbert von Chamisso, Ludwig Tieck und Adolph von Menzel begraben.
Ihre Gräber sind in einem würdigen Zustand. Von der Grabstätte meines überragenden Theaterahnen August Wilhelm Iffland konnte man das leider nicht sagen. Deshalb habe ich mich in den vergangenen eineinhalb Jahren für die Restaurierung der Grabanlage eingesetzt. In der Rückschau kann ich sagen, es war teils harte Arbeit, was hier zu leisten war, aber: Es hat sich absolut gelohnt.

Voller Freude und Dankbarkeit konnte Denk mal an Berlin e.V. nun zur Übergabe der restaurierten Grabstätte an die Öffentlichkeit einladen. Am 22. September 2010, Ifflands Todestag, haben wir uns auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in Berlin-Kreuzberg zu einer Feierstunde mit Berlins Gartendenkmalpfleger und stellvertretendem Landeskonservator Dr. Klaus-Henning von Krosigk und dem Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten André Schmitz  versammelt. Der Berliner Philharmoniker Philipp Bohnen (Violine) hat dem Festakt den würdigen musikalischen Rahmen verliehen."

Gesamtkosten: 35.000 Euro

Hier finden Sie die Grabstätte Iffland

Denk mal an Berlin e.V.
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