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ⓒ Thomas Knoll

Graefe-Denkmal am Charité Campus in Berlin-Mitte

Ein Denkmal für den Pionier der Augenheilkunde

1882 wurde ein Denkmal für den Augenarzt Albrecht von Graefe (1828-1870) auf Initiative der Berliner Medizinischen Gesellschaft errichtet. Sie war 1860 mit von Graefe im Vorstand gegründet worden. Spender aus aller Welt trugen in Dankbarkeit für seine bahnbrechenden Operationsmethoden u.a. des grünen und des grauen Stars sowie in Anerkennung seiner für die Wissenschaft geleisteten grundlegenden Forschungen zum Denkmal bei. Es befindet sich Schumann-, Ecke Luisenstraße, angrenzend an den Campus Mitte der Charité.

Nach einem Studium in Berlin und vielfältigen Auslandsaufenthalten, hatte sich von Graefe 1852 in Berlin habilitiert und eine private Augenklinik mit 120 Betten eröffnet, in der er unterschiedslos Arm und Reich behandelte. 1857 wurde er zum außerordentlichen Professor an der Universität ernannt, 1866 folgte durch den König die Ernennung zum ordentlichen Professor und die gleichzeitige Ernennung zum augenärztlicher Direktor der Charité.

1870 starb von Graefe an Tbc.

Zwölf Jahre später konnte das von der berühmten Berliner Architektensozietät Martin Gropius (1824-1880) und Heino Schmieden (1835-1913) sowie dem Bildhauer Rudolf Siemering (1835-1905) realisierte Denkmal der Öffentlichkeit übergeben werden. Dieses Trio schuf gemeinsam auch viele andere Denkmäler. Die Bronzestatue Graefes, die zentral aus einer Nische hervortritt, hält den von ihm in die Augenheilkunde eingeführten Augenspiegel in der Hand. Auf den beiden Terrakottatafeln (von Ernst Bastanier) kommen von links die Patienten, rechts verlassen sie geheilt die Praxis von Graefes.

Für die notwendige Sanierung des im Krieg stark beschädigten, später wiederhergestellten Denkmals erstellte das Büro Dipl. Ing. Stephan Haan die Analyse und den Maßnahmenplan. Stein- und Terrakottaoberflächen wurden gereinigt und konserviert, die Eckpfeiler- und Giebelbekrönungen aus Sandstein wiederhergestellt. Das verlorene Ziergitter wurde in vereinfachter Form rekonstruiert. Das Mosaikpflaster vor dem Denkmal wurde neu gelegt, die Bepflanzung erneuert.

Am 27.9.2005 konnte das Denkmal im Rahmen eines internationalen Augenärztekongresses nach einer feierlichen Enthüllung der Öffentlichkeit übergeben werden. Beim Festakt sprach Hans Wall als Vertreter des Vereins Denk mal an Berlin e.V., der auf Anregung des Landesdenkmalamtes die Aufgabe der Erneuerung des Denkmals übernommen hatte und der damalige Gartenbaudirektor Dr. Klaus von Krosigk wies in seinem Vortrag über "Denkmale im öffentlichen Raum" auf die identitätsstiftende Wirkung dieser Erinnerungskultur hin.

Die Finanzierung der Arbeiten wurde gesichert durch Beiträge der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, des Landesdenkmalamts Berlin, der Charité, des Bezirks Mitte, der Baumschule Lorberg, der AOK Berlin, von Bausch & Lomb, Acri.Tec, Hoya GmbH, Chibret GmbH, Alcon Pharma GmbH, AMO Germany GmbH, Santen GmbH, Technomed GmbH, Pharm-Allergan GmbH, Rayner Surgical GmbH, Anteis GmbH, Domilans GmbH, Geuder AG.

Gesamtkosten: rund 80.000 €

Hier finden Sie das Graefe Denkmal

Denk mal an Berlin e.V.
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