Die Sanierung der Deutschen Oper in Berlin
Heinrich Seeling (1852-1932) hatte seine Ausbildung an der Berliner Bauakademie absolviert, war Hospitant bei Heinrich Strack gewesen, bereiste Österreich und Italien, bevor er wieder in Berlin in diversen Architekturbüros arbeitete und sich schliesslich selbständig machte.
Er fand bald sein spezielles Aufgabengebiet - nach einem gewonnenen Wettbewerb 1883 in Halle, war sein erstes grosses Theaterprojekt das dortige Stadtteater. Ein imposanter Bau - siehe den Photochromdruck eines unbekannten Autors, heute in der Library of Congress, Washington. 1891/92 folgte in Berlin das Theater am Schiffbauerdamm - hier ein Foto des Eingangsbereiches von einem unbekannten Fotografen, das im Architekturmuseum der TU aufbewahrt wird. In schneller Folge erbaute Seeling weitere Theater in Essen, Rostock, Bromberg, Gera, Frankfurt, Nürnberg, Kiel und Freiburg. In Aachen erhielt er den Auftrag für den Umbau des dortigen Theaters. In Charlottenburg errichtete er dann 1911/12 seinen letzten grossen Theaterbau.
Seeling hinterliess eine ganze Reihe weiterer öffentlicher und auch privater Bauten. 1907 war er Stadtbaurat von Charlottenburg geworden und entwarf in dieser Funktion das Rathaus Charlottenburg, das städtische Krankenhaus, die städtische Badeanstalt, Schulen, aber auch Parkgestaltungen wie die Lietzenseekaskaden. Sein eigenes Domizil verlegte er nach Neubabelsberg, heute Villa Seeling in der Karl-Marx-Str. 34 - siehe Foto von PantherStrix, wikipedia.
Wie an vielen seiner Theaterbauten hat der 2. Weltkrieg auch am Charlottenburger Opernhaus so umfassende Schäden hinterlassen, dass der grösste Teil abgerissen werden musste. Erhaltene Bereiche wurden beim Neubau durch Fritz Bornemann wieder genutzt und integriert.
Die Untere Denkmalpflege im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf begleitet die seit einigen Jahren laufende Sanierung fachlich. Ihre Vertreterin Frau Daniela Gurlt wird durch das Gebäude führen am
Dienstag, 21. Juli 2026, 15 Uhr
Treffpunkt: Vor dem Eingang der Deutschen Oper, Bismarckstr. 35, 10627 Berlin
Bitte anmelden: mail@denk-mal-an-berlin.de oder Tel. 030/45 08 77 17
Kosten: Die Führung ist für Mitglieder kostenlos, von Gästen erbitten wir einen Unkostenbeitrag von 15 Euro.
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