Tag des offenen Denkmals - Jugendprojekt Spandau
Im 11. Jahrhundert befand sich am Ort der Zitadelle Spandau eine slawische Burg. Die günstige Verteidigungslage an der Havel führte zwischen 1559 und 1594 zum Bau einer Festung durch die brandenburgischen Kurfürsten. Sie beauftragten damit zwei italienische Architekten: Francesco Chiaramella de Gandino, den der in Florenz geborene Rochus zu Lynar ablöste. Ab Ende des 16. Jahrhunderts bis 1945 wurde die Zitadelle für militärische Zwecke benutzt. Die vier Bastionen Königin, König, Kronprinz und Brandenburg haben im Laufe dieser Geschichte vieles erlebt - Kriegszerstörungen, Wiederaufbau und zuletzt Restaurierung und Umwandlung in eine Sehenswürdigkeit. Heute umfasst die grossartige Anlage sechs Hektar und fünf Museen.
Kinder der Grundschule im Beerwinkel haben sich eine Woche lang vor Ort mit dieser Visitenkarte Spandaus beschäftigt. Sie fanden heraus, wie die Festungsanlage im Laufe der Geschichte funktionierte und welche Bedeutung sie heute hat. Ein besonderer Fokus lag auf der Architektur und warum die Zitadelle unter Denkmalschutz steht. So präpariert entwickelten die Schüler*innen gemeinsam Ideen für das Drehbuch eines kurzen Films, der im Mittelalter spielen sollte. Dann teilten sie die Rollen auf und wählten die passenden Kostüme aus. In den Mittelpunkt des Drehbuchs stellten sie das Abenteuer von Freunden. Die sind auf der Suche nach der vermissten Prinzessin, die das Herz der Zitadelle ist. Wen die Freunde auf ihrem Weg treffen, welche Bedeutung die Zitadelle dabei bekommt und welchen Schwierigkeiten sie sich stellen - das alles kann man bei der Vorführung des Films erfahren.
Und wie fanden die Schüler*innen den workshop und die Zitadelle? Hier ihre Berichte:
„Die Workshopwoche war einfach perfekt!“ Martin (10)
„Über werkstatt denkmal würde ich meinen Freunden erzählen, dass das Projekt wirklich Spaß gemacht hat und dass sie hierherkommen sollten, weil es richtig schön hier ist.“ Phillip (10)
„Als ich zum ersten Mal in die Zitadelle gekommen bin, fand ich es hier schön. Ich habe mir vorgestellt, wie das Leben in Berlin früher war. Ich finde es wichtig, dass die Zitadelle unter Denkmalschutz steht. Man darf sie nicht kaputt machen, weil sie an die Geschichte erinnert.“ Aida (10)
„Wir waren heute auf dem ältesten Gebäude Berlins, dem Juliusturm. Er war sehr hoch, und ich habe von dort viel gesehen. Ich habe die Treppen nicht gezählt, weil es mir leichtfiel, hinaufzugehen.“ Karlotta (10)
„Das Drehbuch unseres Films haben wir selbst geschrieben. Ich spiele eines der neun Kinder, die die Prinzessin finden sollen. Am Anfang des Films bekommen wir einen Brief, und den teilen wir mit unseren Freunden. Darin steht: ‚Liebe Kinder, auf euch wartet ein Abenteuer. Bitte helft uns. Eure Prinzessin Laiso.‘ Dann machen wir uns auf die Suche nach ihr.“ Zahraa (10)
„Ich habe gelernt, wie man eine Geschichte für einen Film aufbaut. Beim Filmen ist es wichtig, dass wir ruhig bleiben und eine gute Kamera verwenden.“ Senad (10)
„Meine Lieblingsszene ist am Ende des Films. Da kämpfen wir auf dem Juliusturm! Wir retten die Prinzessin, die sozusagen das Herz der Zitadelle ist.“ Valerio (10)
Film und Erfahrungen der Schüler*innen werden vorgestellt am Sonntag, 13. September um 12 Uhr in der Zitadelle Spandau, Bastion Kronprinz, Kaminzimmer. Am Juliusturm 64, 13599 Berlin. Keine Anmeldung nötig. Die Gruppe freut sich über Besuch!
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