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Nachrichten & Rückblicke

Datum: 21.04.2023 - 23.04.2023 Termin exportieren
Denk mal an Berlin
/ Kategorien: Rückblick

Exkursion ins Hirschberger Tal

Am Wochenende des 21.-23. April 2023 erkundeten wir mit Mitgliedern und Freunden des Denkmalschutzes unter der fachkundigen Leitung von Dr. Klaus-Henning von Krosigk das Hirschberger Tal, auch „Schlesisches Elysium“ genannt, eine der schönsten Gegenden Schlesiens. Als eine der bedeutendsten „Brückenlandschaften Ostmitteleuropas“ sollte das Tal zu einem wichtigen kulturellen Vermittler im 18. und 19. Jahrhundert werden. Durch den Zweiten Weltkrieg stark beschädigt haben auch in der Nachkriegszeit zahlreiche Bauten unter Vernachlässigung gelitten, konnten aber in den letzten Jahrzehnten durch umfangreiche Instandsetzungen und Restaurierungen wieder ein Bild des historischen Zustands vermitteln.

Auf der Hinfahrt zum Schloss Lomnitz bewunderten wir die aufwendig restaurierte historische Altstadt Görlitz, die mit ihrem dichten und gut erhaltenen historischen Bestand den einen oder anderen Exkursionsteilnehmer verblüffte. Der Experte Markus Kepstein ließ das mittelalterliche und frühneuzeitliche durch Waid- und Tuchhandel reich gewordene Görlitz vor unseren Augen entstehen und gab uns vereinzelte Einblicke in die Restaurierungsgeschichte der Stadt.

Gegen Abend wurden wir mit einem wunderbaren Buffet auf Schloss Lomnitz von der liebenswürdigen Gastgeberin Elisabeth von Küster empfangen.

Wir konnten uns von den Fortschritten auf Gut und Schloss Lomnitz überzeugen, wo eine der ehemaligen traditionsreichen Bethaus-Kirchen, die von Abriss bedroht war, hin transloziert und neu aufgebaut worden ist. Auch das barocke Schloss hat mittlerweile eine besonders anschauliche museale Nutzung erhalten. Dort konnten wir auf drei Etagen multimedial in die faszinierende Welt eines alten schlesischen Gutes und in die bewegende Familiengeschichte der von Kösters eintauchen.   

Durch das „Berg- und Waldgut“ des Grafen von Reden in  Buchwald führte uns der für die Restaurierung und Rekonstruktion der Bauten und Parkanlagen verantwortliche Architekt Christopher Schmidt-Münzberg, der uns auch erste Stücke, wie den rekonstruierten Greifen und das Fundament,  der in restauro befindlichen „Römischen Bank“ im Schlosspark von Buchwald zeigen konnte.

Beim Picknick im Belvedere von Buchwald, ausgerichtet von Frau von Küster, konnten wir bei bestem Wetter schließlich noch den wunderbaren Blick auf die Schneekoppe genießen. Im Anschluss ging es zur Norwegischen Stabkirche Vang, auf die der norwegische und in Dresden lebende Maler Dahl Friedrich Wilhelm IV. aufmerksam gemacht hatte, der sie vor dem Abriss aufkaufte und in Niederschlesien wieder aufbauen ließ. Sie faszinierte durch ihre Holzkonstruktion und die historischen Schnitzereien.  

Abends haben wir bei einem vorzüglichen Vier-Gänge Menü im Schloss Lomnitz den ereignisreichen Tag Revue passieren lassen.

Der letzte Tag stand im Zeichen der Gründerzeitlichen Villenkolonie in Bad Warmbrunn und des bereits im 19. Jahrhundert boomenden Touristenortes Schreiberhau, durch das uns Christopher Schmidt-Münzberg äußerst fachkundig führte. Frau von Küster wurde abschließend für die sehr persönliche und freundliche Aufnahme und Betreuung gedankt, dann ging es Richtung Berlin.

 

 

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