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Datum: 13.09.2026 10:00 - 12:00 Termin exportieren
Elisabeth Ziemer
/ Kategorien: Ausblick

Tag des offenen Denkmals - Jugendprojekt Reinickendorf

Das Schloss Tegel ist ein bedeutendes Zeugnis des Klassizismus am Tegeler See. Das heutige Aussehen des Schlosses schuf der prominente Berliner Architekt Karl Friedrich Schinkel zwischen 1820 und 1824 im Auftrag von Wilhelm von Humboldt. Der Staatsmann und Wissenschaftler verbrachte hier, wie auch sein Bruder Alexander, seine Kindheit. Ursprünglich stand an dieser Stelle ein 1558 erbautes Herrenhaus für einen preussischen Hofbeamten. Es wurde um 1645 zu einem Jagdschloss für Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg ausgebaut, im 18. Jahrhundert aber wieder privatisiert. In der Familie von Humboldt und deren Nachfahren befindet es sich seitdem bis heute. Seit 1983 stehen das Schloss, alle zugehörigen Gebäude und der Park unter Denkmalschutz.

Im Workshop erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Fließtal nicht nur wer der Besitzer des Schlosses war als der Architekt Schinkel den Bau im klassizistischen Stil umbaute - Wilhelm von Humboldt - , sondern auch, was er und sein Bruder Alexander, der hier ebenfalls aufgewachsen war, für die Wissenschaften geleistet hatten. Besprochen wurde die Architektur des Gebäudes, dann einzelne Teile kopiert. Elemente des Exterieurs wurden gezeichnet und Säulen in Gips nachgegossen. Die Kinder waren durch diese intensive Arbeit völlig fasziniert und mit Leidenschaft bei der Herstellung ihrer Produkte. Dafür bekamen sie eine spannende Belohnung: den Ausflug zum Schloss. Zusammen gingen sie den Spuren der Brüder von Humboldt nach. Anhand des griechischen Alphabets schauten sie, welche Wörter an den Fassaden zu lesen sind. Im weitläufigen Park besuchten sie die Familiengrabstelle der Familie von Humboldt. Am letzten Tag des Workshops arbeiteten die Schüler*innen in vier Gruppen, um ihre Erkenntnisse zusammenzustellen und für die Präsentation aufzubereiten.

Kommentare aus der Gruppe:

„Ich könnte mir vorstellen, mit meiner Familie noch einmal das Schloss Tegel zu besuchen.“ Fatma (9)

„Der Workshop ist interessanter als Unterricht in der Schule.“ Sara (10)

„Im Schloss Tegel haben wir griechische Inschriften entdeckt und versucht, sie mit dem griechischen Alphabet zu entziffern.“ David (10)

„Am besten hat mir gefallen, dass wir mit Ton gearbeitet und Gipsabgüsse gemacht haben.“ Nicklas (9)

„Ich finde, das Schloss Tegel ist ein wichtiges Denkmal, weil dort Alexander von Humboldt und Wilhelm von Humboldt gelebt haben. Sie haben mit ihren Entdeckungen und Ideen bis heute viel bewirkt.“ Paula (10)

„Ich würde den Workshop gerne noch einmal machen. Er war spannend und ich habe viele neue Dinge gelernt.“ Lilien (9)

„Ich würde meinen Freundinnen und Freunden erzählen, dass sie sich das Schloss Tegel anschauen sollten, weil es ein schönes und historisches Denkmal ist.“ Selma (9)

„Am meisten geholfen hat mir der Besuch vor Ort. So konnte ich das Thema viel besser verstehen.“ Ronja (10)

„Mich hat beeindruckt, dass das Schloss Tegel ein Denkmal ist und eine so lange Geschichte hat. Früher habe ich mich dafür nicht interessiert, aber jetzt finde ich das Thema spannend.“ Elena (10)

„Ich würde anderen Kindern empfehlen, den Workshop auszuprobieren. Am Anfang dachte ich, das Thema Schloss wäre langweilig, aber dann fand ich es richtig spannend.“ Yoschua (11)

„Ich finde, Denkmäler sollten erhalten bleiben, weil sie an wichtige Ereignisse und Zeiten erinnern.“ Anton (10)

„Denkmalschutz bedeutet für mich, dass man ein Gebäude nicht einfach umbauen oder abreißen darf.“ Lina (10)

„Ich finde, es ist gut, etwas über Denkmäler zu wissen, weil man ihnen im Alltag oft begegnet und ihre Geschichte besser verstehen kann.“ Nyra (10)

„Ich finde die Antike sehr interessant. Es macht Spaß, mehr darüber zu lernen.“ Noah (11)

 

Die Arbeiten und Ergebnisse der Gruppe werden von ihr vorgestellt im Museum Reinickendorf am Sonntag, 13. September um 10 Uhr, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin. Die Kinder freuen sich auf Besuch!

 

 

 

 

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